Warum ist ein Bäderkonzept für Rastatt notwendig?

Die bestehenden Bäder in Rastatt – das Familienbad ALOHRA und das Freibad NATURA – sind in die Jahre gekommen; die jährlichen Kosten für Instandhaltung und Betriebssicherheit steigen kontinuierlich und Ersatzteile für technische Anlagen sind nur noch sehr schwer auf dem Markt zu bekommen. Ohne Veränderungen machen beide Bäder weiter Verluste. Wenn wir nicht handeln, können Schließungen drohen, weil die Betriebssicherheit bei beiden Bädern auf Dauer nicht mehr sichergestellt werden kann.

Im Jahr 2010 stießen die star.Energiewerke deshalb einen breiten politischen und gesellschaftlichen Prozess an, um über die Zukunft der Bäderlandschaft in Rastatt zu entscheiden. Dieser ist heute weit fortgeschritten. Mehr dazu in der Frage zum Stand der Planungen.

Können wir ohne Gefahr in den Bädern schwimmen?

Ja, beide Bäder sind sicher. Aber wir müssen jetzt vorausschauend planen und handeln. Es wird immer schwieriger, Ersatzteile für manche ältere Anlagen und Aggregate zu erhalten. Können wir die Betriebssicherheit nicht mehr gewährleisten, müssen wir unserer Verantwortung für die Badegäste gerecht werden und eine Schließung erwägen; im schlimmsten Fall, bevor es eine neue Lösung gibt.

Wer trifft die Entscheidungen über die Bäderzukunft in Rastatt?

Betreiber der Bäder ist der „Eigenbetrieb Bäder, Versorgung und Verkehr Rastatt“ (vormals Stadtwerke Rastatt), ein Eigenbetrieb der Stadt Rastatt. Die Entscheidung über die Zukunft trifft deshalb letztlich der Gemeinderat der Stadt.

Laut Betriebssatzung ist es die Aufgabe der Betriebsleitung, die Beschlüsse des Gemeinderats, des Betriebsausschusses und die Entscheidungen des Oberbürgermeisters in sämtlichen Angelegenheiten des Eigenbetriebes zu vollziehen.

Bei der Entscheidungsfindung wird der Gemeinderat unterstützt durch den Betriebsausschuss sowie durch den Arbeitskreis „Zukunft Bäder Rastatt“, der eigens dafür ins Leben gerufen wurde.

Wer ist Mitglied im Arbeitskreis „Zukunft Bäder Rastatt“?

Stadt, Eigenbetrieb und der Gemeinderat waren sich von vornherein einig, dass die Konkretisierung des Projekts unter Einbeziehung der Öffentlichkeit erfolgen muss. Auch die Vertreter aller Nutzergruppen sollen für die Planungen gewonnen werden. Deshalb beschloss der Gemeinderat am 12. November 2015, den Arbeitskreis „Zukunft Bäder Rastatt“ einzurichten, dem insgesamt 19 Vertreter aller Nutzergruppen angehören. Dieser startete mit seiner Arbeit am 15. Februar 2016 und erarbeitet in insgesamt sieben Sitzungen konkrete Vorschläge, die in einer Empfehlung an den Betriebsausschuss und danach an den Gemeinderat münden.

Im Detail gehören dem Arbeitskreis an:

  • 2 Mitglieder des DLRG e.V.
  • 3 Mitglieder RTV e.V.
  • 1 Vertreter für den Schulsport
  • 1 Mitglied des Badischen Behinderten Sport Verband
  • 4 Vertreter der Jugend
  • 1 Vertreter der Senioren
  • 2 Stammgäste aus den Bädern
  • 2 Stadtwerke-Mitarbeiter
  • 1 Vertreter der Stadtverwaltung
  • 2 aus den Jugendorganisationen der Parteien
Wie soll der Neubau eines Kombi-Bads finanziert werden?

Unser Ziel ist es, dass bei der Neuausrichtung der Bänderlandschaft die Finanzierung über den Querverbund des „Eigenbetrieb Bäder, Versorgung und Verkehr Rastatt“ (vormals Stadtwerke Rastatt) mit den star.Energiewerken getragen wird. Zudem wird derzeit geprüft, ob und welche Förderprogramme beantragt werden.

Welche Rahmenbedingungen für die Planung des Raumkonzepts haben die Gutachten der DGfdB ergeben?

Im Auftrag der Stadtwerke Rastatt – jetzt Eigenbetrieb Bäder, Versorgung und Verkehr Rastatt – hat die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) im Rahmen eines Gutachtens die Nutzungsbedarfe für die Innenwasserfläche (Hallenbadteil) in Rastatt ermittelt. Aus dieser Sollbedarfsermittlung hat sich ergeben, dass die Innenwasserfläche für das Hallenbad rund 690 m² Quadratmeter betragen sollte.

Das bedarfsgerechte Wasserflächenprogramm von etwa 690 m² kann das bestehende Familienbad ALOHRA nicht aufnehmen.
Bei den detaillierten Erhebungen des Bedarfs ist festgestellt worden, dass in Rastatt heute schon zu wenig überdachte Wasserfläche (Innenwasser) für die Bedürfnisse der Nutzergruppen vorhanden ist.

Wie ist der Stand der Planungen?

Am Anfang der Diskussion über die Zukunft der Bäder standen die Optionen Sanierungen oder Neubau. In den Jahren 2011 bis 2014 wurden von unterschiedlichsten Ingenieurbüros und Sachverständigen Gutachten über den Zustand beider Bäder erstellt. Sie alle kamen zum Ergebnis, dass der Neubau eines Kombibades die präferierte Variante darstellt. Der Gemeinderat folgte am 10. Oktober 2016 einstimmig (bei einer Enthaltung) der Empfehlung des Betriebsausschusses und beschloss den Bau eines Kombi-Bads.

Dafür hat die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) einen Vorschlag für ein Raumkonzept erarbeitet. Offen ist jedoch, ob das Raumkonzept in dieser Form umgesetzt wird.

Welche Standorte kommen für das neue Kombi-Bad in Frage?

Als der Bau des Kombibads in der Gemeinderatssitzung am 10. Oktober 2016 beschlossen wurde, entschied der Gemeinderat zusätzlich Folgendes: Der Standort ALOHRA wird aufgegeben. Für das Kombi-Bad werden alternative Standorte gesucht. Eine Möglichkeit ist die Errichtung am Schwalbenrain, auf dem jetzigen Gelände des NATURA: Der Betriebsausschuss hat sich gegenüber dem Gemeinderat für diesen Standort ausgesprochen.

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