Klares Votum für ein Kombibad am Standort Schwalbenrain

Das Kombibad für Rastatt kommt: In öffentlicher Sitzung am 12. April in der Reithalle legte der Gemeinderat beherzt einen kollektiven Startsprung hin für den Neubau eines kombinierten Frei- und Hallenbades am Standort des Freibades Natura. Einzeln abgestimmt wurden die wichtigsten Eckpunkte zum neuen Kombibad - allesamt mit großer Mehrheit oder gar einstimmig. Mit überwältigender Mehrheit (33 Ja-, zwei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen) votierten die Räte dafür, acht Bahnen im 50-Meter-Sportbecken des bisherigen Freibades zu erhalten, aber vier Bahnen bei Bedarf auch für Nichtschwimmer nutzbar zu machen. Damit folgten sie einem Antrag der FuR-Fraktion. Diesem vorausgegangen war ein Antrag der SPD-Fraktion, eine Festlegung auf acht Bahnen zu erreichen (23 Ja-, 16-Nein-Stimmen). Die Verwaltung hatte ursprünglich vorgeschlagen das Sportbecken auf sechs Bahnen zu reduzieren. Durch das Gemeinderatsvotum erhöht sich die Gesamtwasserfläche innen und außen auf 2.850 Quadratmeter.

Auch in der Standortfrage zeigte sich der Gemeinderat nahezu einmütig. Bei nur einer Enthaltung stimmte er für die bisherige „Natura“- Fläche am Schwalbenrain. Mit acht Enthaltungen und ohne Gegenstimme ging außerdem der Verwaltungsvorschlag für eine „Saunaanlage des Betriebstyp 1“ durch, wobei die Planung optionale Erweiterungsmöglichkeiten berücksichtigen soll. Eingangs der Sitzung hatte der Geschäftsführer des Deutschen Sauna-Bundes, Rolf Pieper, die Ergebnisse seiner Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für ein öffentliches Saunabad in Rastatt vorgestellt und genau diesen Saunatyp als adäquat empfohlen. Somit darf sich Rastatt auf eine Saunaanlage für circa 60 Tagesbesucher freuen - mit Saunaraum, Dampfraum und Warmluftraum sowie Abkühlraum, Ruheraum und Saunagarten.

Einstimmig ging außerdem der Auftrag an den Eigenbetrieb Bäder, das Raumkonzept fürs Kombibad entsprechend der beschlossenen Änderungen anzupassen und eine aktualisierte Kostenschätzung vorzulegen. Engagierte Plädoyers gab es aus der Mitte des Gemeinderates, eine angemessene Gastronomie vorzuhalten und einen externen Projektsteuerer mit dem Management der „Mammutaufgabe“ zu beauftragen. Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch betonte überdies, die Verwaltung werde parallel zur Planung des Kombibades ein Verkehrskonzept ausarbeiten – mit dem Ziel, die Wege- und Straßenführung zum Bad zu optimieren und eine gute Erreichbarkeit mit dem Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln zu gewährleisten. Einen entsprechenden Auftrag habe er bereits in die Fachabteilungen gegeben.